Montag, 29. September 2008

Mein persoenlicher Kopfschuettler!

Ich gebe zu, es faellt mir schwer, von meinem eigenen Humor Abschied zu nehmen und deswegen noch ein allerletztes Mal, gestattet mir euch zu unterhalten.


Mein ultimativer Kopfschuettler, trotz aller Kombatanten, von Alkoholgewohnheiten, ueber komische kulinarische Auswuechse, bis hin zu Modevorstellungen, geht an die Organisatoren des Welt Jugend Tages in Sydney.


Seine Heiligkeit Papst Benedikt der 16. hat eine Affinitaet zu Katzen, weswegen ihm laut Associated Press eine grosse graue Katze namens Bella seitens der Organisation zugesagt wurde.


Der vatikanische Pressesprecher Federiko Lombardi sagte jedoch dezitiert, dass er keinerlei Wissen ueber eine Katze fuer den Papst habe.
Und dann gelangt folgendes Bildmaterial in Umflauf:


Liebes Australien!
Das ist keine Katze, das ist ein Koala! Ihr solltet das am allerbesten wissen!
Der Papst ist alt, seine Augen schwach, man macht einfach keine sogearteten Scherze mit einem alten Mann!
Schande ueber dich, Australien!

Sonntag, 28. September 2008

Ein letzter Gruss - ein letzter Stream!

Die Wahl ist geschlagen und ich muss zugeben, dass Ergebnis meiner Abstimmung, welche Photos zu betrachten gewuenscht werden, konveniert mir erheblich mehr als die Nationalratswahlhochrechnung.

Hier geht es zu den letzten, entgueltig letzten, Photos meiner Reise. Dazu sich bitte dieses Lied anhoeren:




Was zum Teufel ist euch denn da wieder eingefallen? Gut, die Unabhaengige Tierliste hatte nicht unbedingt grosse Aussenseiterchancen, aber das Oesterreichertreffen morgen wird stimmungsmaessig etwas gedaempft sein.
Das kommt davon, wenn man versucht diplomatisch vorzugehen und seinen Gegenspieler nicht zu daemonisieren! Ich haette VdB als Wahlkampfstratege ja geraten, jedes Mal HC Strache mit Weihwasser zu bespritzen, wenn er ihn in Fernsehdiskussionen begegnet, und auszurufen:
"Zurueck in den Hoellenschlud, aus dem zu kamst gekrochen! Weiche! Vade retro satana, in nomine patris!
Crux sancta sit mihi lux
Non draco sit mihi dux
Vade retro satana
Numquam suade mihi vana
Sunt mala quae libas
Ipse venena bibas

Und da sage noch jemand, dass sich humanistische Ausbildung nicht lohnt! HA! Statt dessen moechte er ihn auf eine Insel mitnehmen, damit der keinen Unsinn anstellen kann.
Vielleicht sollte ich meine Dienste Leuten anbieten, die sie zu schaetzen wissen? Hugo Chavez hat sicher noch Platz im Budget fuer einen Wahlkampfexorzisten...

Zurueck zu den ernsten Dingen des Lebens. Der letzte Trend aus Down under, damit ihr wirklich WIRKLICH cool seid:
"Drunken Cambridge English" sprechen!
Marvellous, old sport, I reckon this pale ale really is a refreshment, isn't it? If it would't be for the ladies in this humble inn, I'd consider barfing out of mere enrichment of the evening!
Die korrekte Universalantwort ist selbstverstaendlich: Splendid,my good chap!

Zum Abschluss noch 2 Piratenwitze, um euch die Wartezeit zu versuessen, bis ich wieder da bin:

Wie nennt man einen schwarzen Piraten?
Pirat, du rassistisches Arschloch!

Wie nennt man einen chinesischen Piraten?
Schon mal einen Chinesen ARRRRRGH! sagen hoeren?

Ich haette mich ja vermisst, wenn ich nicht da gewesen waere. See ya, mates!

Samstag, 27. September 2008

Hey Ho - Hey Ho - It's off to work we go!

http://www.youtube.com/v/8Us0eS1uxac&hl=en&fs=1&rel=0">Werte treue Leserschaft!


Dies wird wohl der letzte originaer australische Eintrag sein. Und ich habe euch versprochen zu schildern, wie man Convicts in Port Arthur nach 1854 gefoltert hat.

Was soll ich sagen, ich habe mich dagegen entschieden, damit ihr alle gespannt seid, wenn ihr mich wieder trefft. Absolute Macht verdirbt halt absolut.

Ich weiss leider nicht, inwieweit dieser Film auch in Oesterreich seine Runde gemacht hat, aber hier wird er total propagiert. Sollte einem von euch langweilig sein, empfehle ich dringend "Waltz with Bashir" anzusehen. Mathildas kommen keine vor.
"In Brugues" ist auch sehr nett, so nebenbei.

Was ich in Australien immer noch komisch finde:

- Auf Wiedersehen sagen. Man verabschiedet sich nicht, wenn man aus einem Geschaeft geht. Das hat, wenn man es trotzdem tut, manchmal zur Folge, dass einem die Lakeien auf der Strasse nachlaufen, um zu fragen, was man denn gesagt hat.

- Lizenzvergabe. Jedes Geschaeft benoetigt spezielle Lizenzen, die man beim jeweiligen Staat "mieten" kann, um geschaeftstaetig zu werden. Diese sind nicht unbedingt weit gefasst (wie zB: "Verkauf von Getraenken" oder "Restaurant"), sondern unglaublich spezifisch. So lautet beispielsweise eine meiner Lieblingslizenzen: "Verkauf von Alkoholika bis zu 15 % Vol in Zeitraum von 12.00 a.m. bis 08.00 p.m. Sonntags". Und sie sind schweineteuer, weswegen man unter Umstaenden nach 7 keine Shots mehr in einem Lokal bekommt, dafuer aber warmes Essen. Man muss sich also genau ueberlegen, was man haben moechte.


- Bottle shops. Bottle shops sind Supermaerkte fuer Alkoholika, mit Tuerstehern versehen und meist in irgendeiner Garageneinfahrt zu finden. Aufgrund des Lizenzvergabesystems kann man dort Alkohol kaufen und in JEDES Lokal mitnehmen, es sei denn, ihre Lizenz sagt gegenteiliges, oder sie haben einen eigenen Bottle shop integriert. Lustige Auswuechse gefaellig? In Hobart, der Hauptstadt von Tasmanien, gibt es nicht viele Bars, Bottle shops, Menschen, oder sonst was. Deswegen hat das oertliche Kino einen Bottle shop. Da dieser Bottle shop aber im Kino selber ist, muessen sie es zulassen, dass man sich dort zB Wein kauft und dann waehrend des Films konsumiert. Vergesst Popcorn, Nachos oder Galleonen fassende Colabecher. Unsereins geht mit einer Flasche 2004 Shiraz von Wynyard zu den Lichtspielen.

Nutzlose Informationen, die euch in Smalltalk Situationen nicht helfen werden:


- Hawthorn Hawks haben ueberraschenderweise das Grand Final der AFL gegen Geelong Cats gewonnen.


- Malcolm Turnbull ist der neue Oppositionsfuehrer der Liberalen und stielt Kivin Rudd gerade die Schau.


- Australischer Humor ist nicht witzig. Und da sie grundsaetzlich alles anders herum machen muessen, sagen sie ergo dessen "Bluey" zu Rothaarigen oder "Nigger" zu Albinos. Das "E.S. "Nigger" Brown Stadium" wurde deswegen vorige Woche entnannt. Es wurde nicht umbenannt, da man sich noch streitet, wie es heissen soll. "Nigger" Brown war uebrigens ein Rugbyspieler in den 70er Jahren.


- Political correctness gets cheesy: Die australische Kaesemarke "Coon" sieht sich Vorwuerfen von Rassismus ausgesetzt. "Coon", der Legende nach der Name des Firmengruenders (keine Ahnung wiese Legende, normalerweise weiss man so etwas doch), ist ein despektierlicher Ausdruck fuer australische Ureinwohner. Man kann ihn auch benutzen, um in Belgisch Kongo ein Messer in den Bauch gerammt zu bekommen, aber das wuerde jetzt zu weit fuehren. Der Streit entzweit gerade Queensland. Da der Kaese aber nicht gut schmeckt (ja Yussi, du wuerdest ihn gerne haben), bin ich der Meinung, dass er sowieso vom Markt genommen gehoert, gleich welchen Namens.

- Zu guter Letzt: Gestern wurde im Nachbarsgarten eine 1,5 Meter lange Eastern Brown Snake erlegt. Dieses zierliche Tierchen ist die zweitgiftigste Schlange der Welt und fuer die meisten Todesopfer verantwortlich.
Die ZWEITgiftigste? Phaa, Kinderkram! Wir haettten uns gefreut ueber Schlangen nach dem Krieg! Wir haben ja nichts gehabt!

Damit geht meine Berichterstattung wohl zu Ende! Herzlichen Dank an alle beiden, die treu den ganzen Schmonzes gelesen haben, den ich geschrieben habe. Es bleibt mir nichts anderes ueber, als mit einem guten Lied und beruehmten letzten Worten abzutreten.



Denn wie steht es schon am Grabstein von Herschel Shmoikel Pinkus Yerucham Krustofski?


See you real soon, kids!

Sonntag, 21. September 2008

Drop bears!

Australischer Humor ist ungefaehr so lustig wie Met ein Getraenk ist, mit dem man sich aufwaermen sollte, wenn einem wirklich kalt ist.


Ich war bereits durch die Impro-Show gewarnt, aber mein Herr Guide durch Port Arthur, dem Deportationsgefaengnis auf Tasmanien (also das Gefaengnis fuer erneut straffaellig gewordene Convicts) musste dem ganzen natuerlich die Krone aufsetzen.


Das "Drop bear game" wird besonders gerne mit AsiatInnen gespielt und beginnt, indem man Ihnen versucht, die Flora und Fauna des Landes naeher zu bringen. Man laesst nebenbei fallen, dass 8 der 10 giftigsten Tiere in Australien leben (Faktum - eine dieser Spinnen hatte ich sogar in meinen Gemaechern in Queenstown), aber die groesste Gefahr von drop bears ausgeht.
Normal folgt unverstaendliches Laecheln.

Man schildert weiter, dass dies eine Abart der ansonsten harmlosen Koalas ist, die sich von Eukalyptusbaeumen fallen lassen und alles angreifen, das ihnen unter die Zweige kommt.

Hier eine graphische Darstellung:

Zum Schreien komisch, was?



Um Drop bears abzuwehren, kann man entweder eine Streitaxt der Stufe 4 mit + 7 Angriff gegen Baeren verwenden, oder sich, damit geht der Spass weiter und eigentlich erst richtig los, Vegemite hinter die Ohren schmieren. Das moegen diese Wesen, trotz australischer Herkunft wohlgemerkt, naemlich nicht.


Dann schaut man, wie weit man Touristen treiben kann. Ein kapitaler Spass. Nicht ganz so lustig ist, dass jeder Deportationsabkoemmling denkt, dass er der erste ist, der diesen Schmeah bringt.


Eng verwandt mit den Drop bears ist uebrigens das "Haggis scottius" (auch The wild Haggis genannt), oder in unseren Breitengraden der Wolpertinger.


Und so sieht der australische Humor aus, wenn man eine heimische Rumdestillerie ist:

The Bundaberg Drop bear commercial!


Wenn ich noch Zeit finde solange ich hier bin, schildere ich euch, was sich Australier einfallen liessen, also 1850 die Zuechtigung mit der Neunschwaenzigen Katze als inhuman verboten wurde. Das war eine echte Inspiration. Soviel sei verraten, in Port Arthur versuchten die Strafgefangenen mittels Hungerstreik die Peitsche wieder einzufuehren. Leider haben die Aufseher mehr Freude an der Alternative gefunden.
Das ist doch mal ein Teaser der alten Schule!

Photos von Tasmanien werden nur nach ausdruecklicher Aufforderung veroeffentlicht. Diese Photoklauer lauern naemlich ueberall! (Ich weise auf die neue Umfrage hin!)

Montag, 15. September 2008

Van Diemen's Land

Ich bin gerade auf Tasmanien, einer Insel von der ungefaehren Flaeche Irlands, und erlebe, wie eine Stadt mit 150.000 Einwohnern Darwin locker in den Schatten stellt. Hobart ist wirklich so ein nettes Oertchen und die Lokale haben sogar noch nach 7 offen. Und da sagt mir der Herr Lonely Planet, dass man nicht wegen dem Nachtleben nach Tassie, so wird das hier genannt, fahren darf.

Dabei war ich am Sonntag sogar auf einer Impro-Comedy-Show, die so schlecht war, dass ich mich koestlich amuesiert habe. Was erwartet man auch von dem Titel Impro-Vice.

Kleines Fun-Fact am Rande?
In Tasmanien wurde die erste Gruene Partei der Welt gegruendet und ist bis heute sehr stark, nicht wie bei uns, wo sogar eine Partei namens Fritz Anstalten macht, mehr Stimmen zu erhalten.
Die Gruenen haben deswegen soviel Sympathiepunkte hier, da sie sich konsequent gegen jedes Dammprojekt stemmen, dass ihnen Canberra aufdruecken will. Im aktuellen Vorhaben, die Zellstofffabrik von Gunns, haben sogar oesterreichische Investoren ihre Finger mit im Spiel. Irgendwie schafft Gunns es auch nicht, mich mit ihrer Homepage zu ueberzeugen, dass das ein gutes Projekt ist.

Aber nun zu erfreulichen Themen.
Nach meiner Mount Wellington Erstbesteigung im Schneesturm (wirklich wahr, ich habe Beweisphotos) kann ich verkuenden, nach den geschafften 1270 Hoehenmetern heute werde ich im Morgengrauen zu Cradle Mountain aufbrechen, einem Nationalpark, der von einem Oesterreicher gegruendet wurde. Der hat diesen Berg bestiegen und laut der Sage gebruellt: "Dieses Land hier ist so schoen, dies soll auf Ewig fuer alle Menschen erhalten werden!". Zugegeben, dass man es zuvor von den Aborigines geklaut hat, braucht man ja nicht zu erwaehnen, aber die sind sicher eh froh, wenn ihr ehemaliges Stammesgebiet zu Naturparks erklaert werden. Ich habe das auch am Gipfel von Mount Wellington probiert, aber irgendwie hat das den Teebaum-Latschen um mich rum wenig imponiert. Ich muss noch lernen, wie man Parks gruendet!

Tasmanien ist auch noch das Habitat von einem der wohl coolsten Tiere von ueberhaupt! Da kann jedes Schnabeltier einpacken, wenn "the marsupilam scavenger" kommt.
Der Tasmanische Teufel!
Ueber das genaue Aussehen ist man sich noch unklar.

Den Tasmanischen Tiger hat man bereits ausgerottet, aber wie sagt schon Bindi Irving, die 9 jaehrige Tochter von dem Mann, der zwar Krokodile niedergerungen hat, aber von einem Stachelrochen gefaellt wurde? Extinction stinks!

Dank oeffentlich-rechtlichem Fernsehen hat diese kleine Pest sogar eine eigene Tiershow, bei der sie uns erklaert, wie wichtig Naturschutz ist, aber zu ihrem Geburtstag einen gesamten Zoo (ihr Erbe) mit Schneekanonen einzuckert (bei 30 Grad)!
Es ist schwer an Hoehere Maechte zu glauben, wenn solche Menschen nicht von einem Donnerkeil niedergestreckt werden.

Schlussendlich gibt in Hobart auch noch Boysenbeeren, das ist eine Kreuzung zwischen Brombeere, Himbeere und Loganbeere (was auch immer das sein mag)!

Danke an alle, die meinen Streifzug durch Tasmanien mitverfolgen und mich nicht der Internetpolizei melden.

Ich weiss, jetzt faellt es mir ein, uebrigens nicht, wann ich genau zurueck bin, weil mir Qantas den Flug gestrichen hat. Gegen diese Fluglinie ist Aeroflot ein Genuss! Dreckskerle!

Dienstag, 9. September 2008

Polynesien

Logbuch des Kapitaens, 05. September im Jahre des Herrn 2008:

Stark dezimiert erreichen wir den Hafen Nadis. Da nur mehr 2 der urspruenglichen Crew uebrig sind, haben wir uns zu Kapitaenen befoerdert.

Fijianer sind eigenartig. Ihr Verhalten Fremden gegenueber erinnert an Istanbuler Zeiten. Schamlos wird man in windige "Kunsthandlungen" gezogen und muss dann als Begruessungszeremonie ein Getraenk schluerfen, das man Kava nennt, aus geriebenen Pfefferwurzeln (schon wieder Wurzelsaft - wir trinken doch auch nicht Schwarzwurzelsaft) hergestellt wird und wie Erde schmeckt. Wenn der Magen nicht rebelliert, rufen alle froh, dass man jetzt ein echter Fijianer ist.

Wir machen uns auf Gutduenken in den Norden auf und finden ein Dorf namens Navala mit 735 Einwohnern, die uns zum Essen einladen und zum Kavatrinken.
Es werden Taroblaetter (das mit Terror hatte ich falsch verstanden) in Kokosnusssaft und geschmorte Yamswurzel (eh klar) gereicht.
Nach alt ehrwuerdiger Art essen die Maenner vor den Frauen.
Der Dorfplatz hat drei Zentren des kulturellen Austauschs: Die Schule, die Kirche, das Rugbyfeld.
Es wird beschlossen, dass dieses Dorf spannender als Darwin ist.

Nebenbei haben wir die Erklaerung gefunden, wieso Rugby hier so beliebt ist. Die Kolonialherren Englands haben naemlich den Volkssport verboten, da dieser zu brutal war. Der bestand darin, dass sich zwei Teams nebeneinander aufstellten und abwechselnd Speere geworfen haben. Der Gewinner war der, der am weitesten warf. Da aber jegliche Art der Ablenkung erlaubt war und die Fijianer nicht mit Gummispeeren warfen, hat kaum ein Spiel wirklich ein Ende gehabt, sondern artete regelmaeszig in Krieg aus. Wiese die Englaender diesen Sport verboten und ihn nicht adaptierten, habe ich nicht ausforschen koennen.

In Suva, der Hauptstadt, angekommen, habe ich den Lonely-Planet konsultiert, der mich darueber informierte, dass fijianische Kueche zu den schaerfsten der Erde zaehlt, da in den 1870er Jahren tausende Inder im wahrsten Sinne des Wortes importiert wurden. Ich war demzufolge in dem Lokal, das, hier zitiere ich, sogar die Taxifahrer fuerchten und habe in meiner charmanten Art gesagt: Einmal scharf, aber schnell!
Eine Stunde spaeter kehrte ich dem weinenden Koch meinen Ruecken zu und rufe in die Welt des Capsaicin in Brat Pitt Manier in Troja zu: IST DAS ALLES?

Nachweise finden sich hier.

Wir muessen unsere Reiseroute aendern und ich breche Samstags nach Tasmanien auf. Dies stellt die letzte Station dar.

Montag, 8. September 2008

The Outback on a shoestring!

Logbuch des Ex-Schiffsjungen:

22. August im Jahre des Herren 2008:

Die Crew hat den Dienst quittiert. Wir sind gestrandet und kaempfen uns ins Landesinnere vor.

Die Umstaende sind hart, die Landschaft karg, die Vorraete spaerlich. Wir befinden uns 20 Kilometer vor Katherine.

Sogar hier finde ich die Gegend ansprechender als Darwin.


Die Ueberlebenden beraten, ob wir die Mission scheitern lassen sollen, oder die pazifischen Inseln auskundschaften. Dort muss es doch zumindest eine Insel geben, die noch weniger Charme hat. Nicht ueberraschend entscheidet sich die Mehrheit fuer die Suedsee.


Die Maenner munkeln, dass man in den Darwin-Limbus kommt, wenn man bei Vollmond den Namen des Ortes, der niemals wieder besucht werden darf, dreimal rueckwaerts ausspricht. Nur die hartgesottetsten Kerle koennen ruhig schlafen. Wir orientieren uns muehsam mit dem Groszen Kreuz des Suedens.


Der Schiffsikonograph hat die wichtigsten Stationen der Expedition hier fuer die Nachwelt festgehalten.

Sonntag, 7. September 2008

Logbuch des Schiffsjungen

18. August im Jahr des Herren 2008:

Uns erreicht eine im Morgengrauen ueberbrachte Depesche des Voelkerbundes, in dem uns der Auftrag erteilt wird, einen Ort zu finden, der noch langweiliger ist, als Darwin. Die Crew ist unruhig. Die Stimmung gleicht einem Pulverfass auf Feuerland. Mein Vorschlag, die Grogration zu verdreifachen, wird vom Maat abgelehnt. Strafarbeit fuer reden: Das 3 Tonnen schwere Hauptsegel aufzuziehen.
Gestrichen werden Waende, keine Segel!
Der Wind ist tueckisch und es wird uns alles Seemannskoennen abverlangt.

Wir erreichen nach einigen verzwickten Manoevern sicher den Hafen von Outback, Northern Territoty!

ps: Da mein Flickr-account auf 3 Alben begrenzt ist, bitt durch das "Tiere-Album" klicken.

Freitag, 5. September 2008

FIJI

Diese Unglaeubigen!

Diese Wilden sind nicht auszuhalten. Ueberall sind diese Englaender! WAEHHH!!!


In Fiji kosten 10 Minuten Internet ca 9 EURO, schlieszlich gibt es nur zwei funktionierenden Computer hier. Deswegen harret aus, bis ich wieder in Sydney bin.

Nur soviel sei verraten: Ich habe Terrorblaetter gegessen, mit Mantarochen um die Wette geschwommen und war auf dem Strand, auf dem die Bountywerbungen gedreht wurden.

So, das muss fuers erste reichen.

Vielen Dank!

Sonntag, 24. August 2008

Jesus loves Nachos!

Reuhmuetig werfe ich mich auf die Knie, bekenne meine eigene Fehlbarkeit, rufe die schier grenzenlose Groszmuetigkeit und den Willen zur Vergebung an und begebe mich auf meinen Autocanossagang, krieche schuldbewuszt zur Quelle der Wahrhaftigkeit zurueck.

Ich widerrufe, dass St. Poelten die langweiligste Stadt der Welt ist und bitte den Lehensherren St. Proell um Vergebung. Wer haette ahnen koennen, dass Darwin, die Hauptstadt des Bundesstaates Northern Territory, alles toppt, was Bedeutungslosigkeit betrifft, und die traisengezogenen Grenzen der Langeweile nicht nur spielend unterwandert, sondern neu definiert.

Wo sonst schafft man es in einer Stadt mit 40.000 Einwohnern alle Sehenswuerdigkeiten bereits am Weg des Shuttlebusses zum Hotel zu bewundern?


Ich sehe es als in meiner Verantwortung liegend an, alle Lebewesen davor zu warnen, diese „Ortschaft“ zu betreten und schlage in meiner mir als toleranten Weltenbuerger zueigenen Aufgabe der Erhaltung der aufgeklaerten Zivilisation diesen Landstrich Ban Ki-Moon als neues Testareal fuer Nuklearforschung vor. Evakuierung ist nicht zwingend notwendig.

Darwin ist nicht nur stinkefad, sondern wird auch von betrunkenen Englaendern bevoelkert, die um halb 4 Frueh im vollen 8 Bett-Zimmer in der Jugendherberge versuchen, ihren verkommenen Menschenschlag von der von der Evolution bereits vor Jahrhunderten vorgesehenen Tilgung zu bewahren, und anschlieszend, sozusagen statt der Zigarette danach, zuerst gegen die Zimmertuere pinkeln und zum kroenenden Abschlusz dagegen kotzen.

Ich habe es zuvor gesagt und sage es erneut: BRRRRR, Englaender!


Kleine kulinarische Randbemerkung:

Solltet ihr euch einmal in der Lage befinden, zwischen uigurischer und timorischer Kueche entscheiden zu muessen, gebe ich euch folgende Speisenauswahl mit auf den Weg:

Uigurisch:

Bohnensalat (kalt, glibberig) mit Lamm und Zwiebel

Lammknoedel mit Zwiebel und Bohnen

Das Nationalgericht waere Lammfleisch, Bohnen und Zwiebel aus Rationalisierungsgruenden zusammengekocht.

Vegetarische Alternativen sind nicht bekannt.


Timorisch:

Mit Limetten-Sesam-Salsa marinierter Oktopuss auf Erdnusssalat

Gebratene Buchweizennudeln mit Kohl und Pak-Choi

Kokosnuss-Krabbenrolle mit scharfem Dip.

Manchmal koennen auch Entscheidungen leicht fallen, nicht nur Vorurteile.

Photos von meiner Expedition in den Norden folgen. Herzlichen Dank an alle (beide), die an meinen Geburtstag gedacht haben.


PS: Opossum schmeckt nicht gut.

Freitag, 15. August 2008

You just can't fingerprint vomit, you know!

Dieser Post soll bei Möglichkeit Freitags zwischen 08:00 und 09:00 MEZ gelesen werden, da dies meine "last hour of the last day of work" ist. Das Konsulat muss es nunmehr ohne meine professionelle Hilfe aushalten.

Ihr seht, heute untermale ich euer tristes Dasein mit einigen Melodien. Ich versuche einen kurzen Überblick über die australische Musikgeschichte zu geben und da diese (wie der gesamte Rest der Historie Ozeaniens) so lange ist, wie die militärische Bedeutung von Aruba groß, sind wir sicher bald fertig.
Zuerst gab es Didgeridoos. Didgeridoos sind die Dudelsäcke des australischen Busches. Didgeridoos nerven. Unendlich. Besonders deswegen, weil alle "Aboriginal people" der Meinung sind, dass dieser gottverbotene Klang ausgezeichnet zu House-Musik passt. Tut er aber nicht. Nichts passt zu House. Außer ein Stromausfall. Darüber hinaus lauern einem diese Schausteller an jeder Straßenecke auf und man ist sich nie darüber im Klaren, ob sie einem zu Tode prügeln oder quietschen wollen. Ich mag keine Didgeridoos.

Lange war es eben nicht still, dann kam John Williamson, the true blue Australian balladeer. Ich erspare mir jeden weiteren Kommentar zu diesem selbstgewählten Titel. John Williamson ist der Reinhard Fendrich Australiens, tritt bei jedem Rugbyspiel der Wallabies auf und singt "Waltzing Matilda". Das ist nett von ihm, darüber habe ich aber schon gesprochen. Trotz der frappanten Ähnlichkeit der Namen sollte er nicht mit John Williams verwechselt werden. Neben "Waltzing Matilda" und "The band played Waltzing Matilda" (das nenne ich mal gelungenen sellout) hat er noch Evergreens wie "I still call Australia home" (hier nicht in seiner Version) oder "Home Among The Gumtrees" im Repertoire. Irgendwie kann man John Williamson nicht nicht mögen.

Irgendwann ist die Jugend in down under aber über dieses Stadium hinweggekommen und es ward ACDC. Die sind hier immer noch so beliebt, dass sogar Straßen in Melbourne ihren Namen tragen, obwohl die Angus Brüder eigentlich aus Sydney stammen. Da sowieso jeder ACDC kennt, gehen wir weiter in eines der unerfreulichsten Kapitel der Musikgeschichte, sozusagen dem Pendant zur Ardennenoffensive.

Der Hauptantrieb der Adoleszenz besteht darin, sich von den Vorgenerationen abzuheben. Da unsere pubertierenden Freunde (nature's quitters) aber in dieser Phase psychisch total instabil und pickelig sind, hat eine hinerhältige Hexe die Gunst der Stunde genutzt und sich selbst zur Koryphäe (ich bestehe auf Harpyie) der australischen Musikindustrie auserkoren. Kylie Minogue. Angeblich sucht sie einem heim, wenn man um Mitternacht bei Vollmond ihren Namen rückwärts dreimal ausspricht, dabei in einen Spiegel sieht und "Loco-motion" im Hintergrund läuft. Es reicht wahrscheinlich auch, eine Prise Kokain im Vorgarten zu verstreuen. Ich persönlich mache diesen Pygmäensuccubus für alles Unheil in dieser Welt verantwortlich. Irgendwann bereut man es, Teenager wie Volltrotteln zu behandeln.

Um ein versöhnliches Ende zu finden, bringe ich euch noch die so ziemlich einzig ernst zu nehmende Punkband Australiens näher. The living end macht gute Musik und ich werde sie im September in Wollongong live sehen. Als Abschluss noch ihr größter Hit "Prisoner of society"!
So nebenbei, Chuck Norris Witze sind ja sogar schon in Wien out, aber wenn ihr heute schon im out von übermorgen sein wollt, solltet ihr schnellstens "pirate jokes" lernen. Die sind groß im kommen.
What is a pirates favourite letter?
The P. It's like an R, but it misses one leg!
Ein kapitaler Spaß!

Mittwoch, 6. August 2008

The polls have spoken!

Da ich nicht nur Unsinniges schreibe, sondern auch bedingungslos zu meiner eigenen Infantilität stehe, setze ich das in die Tat um, was anscheinend euer Wille ist.
Zuerst einmal ein Dankeschön, dass ich nicht Schnabeltieren Rückwärtssalti beibringen muss. Ich war zugegebenermaßen überrascht, dass ihr euch nicht vermehrt für diese Option entschieden habt, aber nüchtern betrachtet hat es wohl einfach keinen interessiert.
Meine Verhandlungen mit Taronga Zoo werden also ergebnislos zu Ende gehen.

Ich habe also (ganz zielgruppenorientiert, wie ich nun mal so bin) auf einer abgetakelten Schaluppe, einem anachronistischen Tuckelkahn, einer bröckeligen Zille, man kann sagen einer nussschaligen Barke angeheuert. Was sage ich denn da? Einer stolzen Windsbraut stehe ich im Wort, einem gischtzersausenden, äquatordurchschneidenden, böhendurchkreuzenden Schoner, der einst der Stolz der britischen Handlesmarine war. Damals. Früher. 1874 um genau zu sein.

Ich habe als Federleichtmatrose auf der kokosnussfleischbeladenen James Craig, ursprünglich Clan McLeod, angeheuert und werde auf diesem stolzen Dreimaster als erster wirklicher Mate meiner Familie Geschichte schreiben. Shantysingend werde ich am Krähennest (der „Ausguck“, wie man ihn unseefachmännisch nennt) Ausschau halten, um in Coogee Cove zu rufen: „Wal! Da bläst er!“.


Der Gefahr trotzend werde ich den betrunkenen Kapitän davon zu überzeugen trachten, dass die Galionsfigur nicht seine Gefährtin ist. Es ist schließlich auch kompliziert, sich mit Arbeitskollegen einzulassen.


In würdiger Haltung werde ich dann die Strafarbeiten verrichten, wenn ich erneut das Deck zu schrubben habe und mit einem lustigen Lied auf den Lippen trällern: „ Gonna swap the ship’s deck, gonna swap it fine! Gonna swap the ship’s deck, ´cause the wood is pine!“.

So wird das sein ab nächsten Samstag! Dank euch!

Montag, 4. August 2008

Attraktionen

http://www.flickr.com/photos/29244328@N07/sets/72157606551606613/show/

Leider habe ich mein Flickr-Volumen aufgebraucht. Andere Photos werden später nachgereicht, wenn ich mich überwinden kann, einen neuen Account zu erstellen.

Tiere

http://www.flickr.com/photos/29244328@N07/sets/72157606550783091/show/

Artisten

http://www.flickr.com/photos/29244328@N07/sets/72157606546813760/show/

Für alle, die Flickr nicht kennen: Wenn ihr auf das Photo klickt, bekommt ihr unvergessliche Kommentare zu diesen tollen Bildern.

Und nun geht hin und habt Spaß!

Sonntag, 3. August 2008

You just don´t know Bourke Street from Christmas!

Nach der eigentlich recht langen Inkubationszeit habe ich inzwischen einige Aussie-Redewendungen angenommen.
Fair dinkum?
You bet, gorgeous!

Damit ihr euch noch mit mir verständigen könnt, wenn ich wieder da bin, könnt ihr hier und hier euer Englisch adaptieren. Ich verspreche euch dafür, nicht fingerschnippend vor eurem Gesicht zu fuchteln und "Oh, no, you didn´t" zu brüllen.
Onya!
Mein persönliches Lieblingswort, das mir oft an den Kopf geworfen wird: Figjam!

Nun zur Kultur:

Ich glaube, ich habe inzwischen fast jedes australische Bier gekostet, das man in Sydney bekommt, ausgenommen seien kleine Privatbrauereien. Ich darf mir demnach ein Urteil erlauben. Dürfte ich auch so, aber da könnt ihr sehen, welch Unbill ich mir auflade, nur um euch mit Informationen aus erster Hand zu versorgen.
Meine Conclusio:

Es ist nicht schlecht, der Großteil ist eher leicht und geschmacksarm, damit es jeder mag, aber es gibt auch definitv Highlights. A barrack for:

James Squire Porter
und
John Boag´s Strongarm Bitter

Trotzdem, die besten TV-ads haben immer noch die großen Brauereien:
Die momentan lustigste:


Die meisten Biersorten sind deswegen alkoholreduziert, weil Frauen Angst haben zu dick zu werden und damit Männer Cricket ansehen können.
Es gibt sogar eigene "Diätbiere", die kohlenhydratarm sind. Die schmecken dafür auch so. Ich habe es sogar auf mich genommen, "Pure Blonde" zu kosten, das Foster´s unter den "Low Carbohydrate beers", nur um euch mitteilen zu können, dass ihr es nicht trinken solltet. So bin ich zu euch. Zurück zum Cricket: Nachdem ein Spiel zwischen 3 und 5 Tage dauert, muss man seine Reserven halt richtig einteilen. Ein hangover am zweiten Tag hätte da fatale Folgen, da die Tickets so ab 200 Euro kosten. Insgesamt ist Cricket nur unwesentlich spannender als Baseball, dauert dafür länger. Es gibt sogar Liveübertragungen, bei denen der Kommentator 6 Stunden und mehr am Stück berichtet, wenn es sein muss auch über die in den Cricketregeln verpflichtend festgelegte Teepause hinaus. Da muss man ja drogenabhängig werden.

Vom Wein bin ich insgesamt auch nicht so begeistert, aber das liegt wahrscheinlich an der unendlichen Ehrlichkeit der Winzer. Unter uns, ich will nicht wissen, was in Österreich außer Glykol, Schwefeldioxid und Eiweiß sonst noch im Wein ist (bei den Italienern kennt man ja bereits das Geheimnis - mmhh Nervengift), aber die Burgenländer haben wenigstens den Anstand, darüber den Mantel des Schweigens auszubreiten. "May contain traces of fish, nuts, milk or eg products"! brrr, brrr, brrr! Kein Wunder, dass der Wein ausgezeichnet zu Fisch passen soll.

Eine großartige Erfindung in Australien ist dafür das "byob". Byob steht für "bring your own bottle" und bedeutet, dass man in jedes Restaurant eine eigene Weinflasche (vorzugsweise ohne Seegurkenextrakt) mitnehmen und sie dort gegen ein Entkorkungsentgelt von maximal AUD 5 trinken darf. Ace! Es hat zwar keinen Sinn der reichste Mann am Friedhof zu sein, aber dadurch spart man schon beträchtlich. Zu guter Letzt noch etwas, das man bei einem Aufenthalt down under nicht gekostet haben muss: Käse! Sagen wir es so, Yussi hätte ihn gerne!

Hooroo Mates!

Sonntag, 27. Juli 2008

Complete the circuit

Heute lernen wir, was die Wappentiere Australiens mit den City Slickers zu tun haben.
Sie kommen, Dank meiner formidablen Assoziationsgabe, in der heutigen Depesche vor und schließen die vor einiger Zeit angefangenen Kapitel bezüglich der australischen Fauna und des Sports.

Da haben wir uns also einiges vorgenommen.

Ich möchte mit einem tollen Fakt beginnen, das euch auf allen Small-talk Parties den Weg ebnen soll, uninteressante Menschen davon zu überzeugen, dass ihr grundsätzlich immer mehr Ahnung von so ungefähr allem habt.
Das Emu, ein Tier mit dem Charisma eines Fahrstuhlmusikkomponisten, und das Rote Riesenkänguru, das laut Information meines Vermieters Bill ein ziemliches Arschloch ist, sind nicht nur deswegen im Wappen, weil sie in Australien heimisch sind (da hätte man ja gleich diesen gottlosen Koala nehmen können, der ist ungefähr genauso ehrfurchtgebietend), sondern weil diese Tiere eines nicht können: Rückwärts gehen.
Das soll Australier motivieren, stets nach vorne zu schreiten.

Eigentlich ja eine nette Idee, aber man merkt die totale Unkonzentriertheit des Werkschaffenden, denn bitte, wie sollen denn Emu und Känguru vom Schild wegegehen, wenn sie schon anstehen? Sie müssen also elendiglich verhungern. Schade.


Ein ähnlich heldenhaftes Benehmen schildert auch Andrew Paterson, der uns auch schon einmal über den Postweg gelaufen ist. (Hier möchte ich explizit auf diesen unwahrscheinlich guten Wortwitz hinweisen! Danke!) Andrew, von seinen beiden Freunden Banjo genannt, hat uns nicht nur den Text zu Waltzing Matilda geschenkt, sondern ist auch dafür verantwortlich, dass André Rieu, noch so ein Arschloch, ständig im australischen Fernsehen auftritt und alle tollen Sing-alongs und Walzer mit seinen Geigenversionen zerstört.

Trotz dieses Nummer 1 Hits hat Banjo 1890 noch das australische Nationalepos "The man from Snowy River" geschrieben, welches auch auf dem $10 - Schein hinter seinem Konterfei abgedruckt ist. In diesem Werk geht es um einen jungen Stockman (auf deutsch: Cowboy), der ein preisgekröntes junges Pferd, das aus seinem Stall geflohen (bemerke die Ähnlichkeit: Flohen - Fohlen! Zufall? Ich glaube nicht!) ist, durch todesmutige Manöver wieder zurückholt. Also die rudimentäre Vorlage für City Slickers!

Und hätte Russel Crowe in City Slickers mitgespielt, wäre meine Überleitung zum letzten Themenbereich "Sport" grandios gelungen. So muss ich einen alten Dingo-Trick anwenden:

Sieh mal da, ein toter Vogel:


Sport!
Australier mögen Sport und am Samstag haben die Wallabies das erste Mal seit geschätzt 17 Jahren gegen die All blacks gewonnen. Das war schön, aber wir waren eigentlich ja bei Russel Crowe. Dieser ist Teileigentümer von den South Sydney Rabbitohs, einem Rugby League Team aus der City of Villages! Und das, obwohl er ja eigentlich Kiwi ist.

Die Rabbitohs sind der Wiener Sportklub Australiens, die treuesten Fans, aber ein mieserabler Verein. Irgendwie mag ich ja die Bunnies, aber leider versagen sie regelmäßig.
Samstags haben sie zum Beispiel gegen die Newcastle Knights abgeloost, aber mein Blog hat noch nicht genug Außenwirkung, um die von mir propagierte Schlagzeile: "Kerbenok finally slain by bold round table without handgranates!" durchzusetzen.

Wer das nun verstanden hat, sollte sich dringend einen neuen Lebensabschnittspartner suchen!

Auf die Premiere von "Pokemon 3 - das Ende der Finsternis" zu warten, wird nicht als Sozialleben gewertet!
Zu guter Letzt noch ein finaler Versuch, doch irgendjemanden zu animieren, an meinem ereignisreichen Leben teilhaben zu wollen.
Die dritte Runde des "
Clemens, bring mir was tolles mit!" - Gewinnspiels!

Heute müsst ihr erraten, wer der Herr am unteren Bild ist. Kleiner Tip: Ihr alle kennt ihn, er hat gerade für $ 45.000 eine Gesichtsoperation machen lassen und Probleme mit der Steuer:

Dienstag, 22. Juli 2008

Erstes Photo

So, da ich nun endgültig mit dem Gerücht aufräumen möchte, dass ich nichts anderes tue, als Kaffee zu kochen und dieses Blog zu schreiben, hier nun der "Beweis" meiner Tätigkeit:



Man mag vielleicht nicht viel erkennen, aber unter uns: Hätte ich ein besseres Photo, hätte ich das gepostet... Eine einwandfreie Beweisführung.

Man sieht mich (falls man es nicht erkennt) beim Österreicher-Treffen am Weltjugendtag 2008 hinter dem Herrn, der wie William Dafoe aussieht. Das ist Herr Stock, unser Generalkonsul. Meine Stirn wächst sozusagen aus des Weihbischofs Lackners Mütze.

Das Photo, wie ich staatsmännisch die vorarlbergische Delegation der Katholischen Jugend beim Deutschen Konsulat abhole, weil sie nicht zum österreichischen fanden, und ich dafür eine von ihnen unterschriebene Fahne erhalten habe, wird noch nachgereicht, falls es mir endlich geschickt wird. Die Fahne schmückt jetzt meinen Arbeitsplatz.

Montag, 21. Juli 2008

Mea culpa

Nachträglich wünsche ich Ily Dip alles Liebe zum Geburtstag!

Hurra! Hurra! Hurra!

As the fight goes on!


Nachbarn mögen sich nicht.

Dieses Naturgesetz ist unabdingbar und angeblich steht beim sechsten Gebot auf der Steintafel eine Fußnote, die im Notfall auch hier Absolution verspricht.

Die Tatsache, dass ich meine Nachbarn nicht ausstehen kann, wird wohl zu keinen Muskelkatern im Kinnladenbereich der geneigten Leserschaft führen, aber ehrlich: NIEMAND will um 6 Uhr von einer Horde Flughunde aufgeweckt werden. Diese poussierlichen Tierchen leben nämlich zeitweise bei mir im Garten und machen zusammen mit einer Bandicoot-Familie im Dachstuhl Rabatz!

Deswegen ist es nur logisch, dass sich Australier nicht mir Kiwis verstehen. Ich verstehe mich zwar mit ihnen, verstehe sie aber nicht.

Einer der größten Reibungspunkte ist, wer der Erfinder der Nationalspeise ist, wahlweise "Australian meat pie" oder "Kiwi meat pie" genannt. Ja, pies müssen nicht süß sein oder mit einem Kreis zu tun haben. Manchmal werden sie auch mit Rindfleisch und Gravy (Yussi hat seine Liebe dazu bereits artikuliert) gefüllt und mit "Sauce" übergossen. Ich habe zwar keinen Unterschied zu Ketchup feststellen können, aber es ist angeblich nicht ident. Wirklich komisch ist jedoch, dass es Menschen gibt, die sich ernsthaft für die englische Küche verantwortlich zeichnen wollen. Ich verweise auf den Genpool.

Da pies nicht gerade das El Dorado der Vitamine sind, gibt es auch grandiose Ideen, um ernährungs- bewußte Damen auf der Suche nach einem Seelenpartner davon zu überzeugen, dass Fleisch nur die Beilage ist.

Lang lebe "The magic salad plate" (eine der graßartigen Werbungen, die mich hier erfreuen)!

A propos Werbung und groß:


Noch eine tolle Erfindung von down under:

The Tim Tam Slam!

Tim Tams sind Schokoriegel, eigentlich nicht sonderlich spannend, und schmecken ganz gut. Auf jeden Fall besser als Schokolade mit Kimchi-Geschmack, und ja, die gibt es hier.

Nun darf man Tim Tams nicht einfach so essen, sondern muss beide Enden abbeissen und heissen Kakao durch den Riegel trinken. Dabei schmilzt die Füllung, die man gleich mit verzehrt. Spart Zeit - Schmeckt gut!

Und zu guter Letzt das Hausmittel der Aussies gegen Halsschmerzen:

Vegemite tea! Das finde sogar ich schon widerlich.
So, genug Bilder aus dem Netz gestohlen für heute! Die Kripo soll ja auch was zu tun haben.